Mehr Stilgefühl. Mehr Entscheidung.
Mehr Stilgefühl. Mehr Entscheidung.
Mode ist heute demokratisch geworden. Jeder Trend ist sofort verfügbar. Jedes „Must-have“ nur einen Klick entfernt. Theoretisch war es nie einfacher, gut angezogen zu sein.
Praktisch sieht man das Gegenteil.
Zu viele Looks wirken, als hätten sie Angst, etwas wegzulassen. Noch ein Detail. Noch ein Effekt. Noch ein Versuch, besonders zu wirken. Dabei entsteht Stil selten durch Hinzufügen. Sondern durch Weglassen.
Ein Kleid, das sitzt, braucht keine Erklärung. Eine Hose mit klarer Linie braucht kein Drama. Ein Mantel, der Proportionen ordnet, wirkt stärker als jede auffällige Dekoration. Und eine Tasche kann ein Outfit retten – oder gnadenlos entlarven.
Das ist nicht elitär. Das ist präzise.
Damenmode ist kein Sammelalbum aus Kleidern, Oberteilen, Hosen, Schuhen und Taschen. Sie ist ein Zusammenspiel. Und Zusammenspiel bedeutet, dass nicht jeder Teil Solist sein darf.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen „angezogen“ und „interessant“.
Mehr Stilgefühl heißt, schneller zu erkennen, was Bestand hat.
Mehr Entscheidung bedeutet, nicht jeder Versuchung nachzugeben.
Der Rest ist Geräusch.